Die Bericht­erstat­tung um eine even­tu­el­le EU-Plas­tik­steu­er hat gro­ßes Echo geschla­gen: Nicht wie­der­ver­wert­ba­re Kunst­stof­fe wie Plas­tik­tel­ler, Ein­weg­be­steck und Plas­tik­stroh­hal­me sowie Wat­te­stäb­chen sol­len aus den Super­markt-Rega­len ver­bannt wer­den. EU-Kom­mis­sar Oettin­ger for­dert, dass EU Län­der, die kei­ne Recy­cling­quo­te von 80 % errei­chen, für jedes Kilo nicht recy­cel­tem Plas­tik, 80 Cent bezah­len müs­sen. Die Kom­mis­si­on begrün­det die Steu­er mit dem Schutz der Ozea­ne. Viel­leicht steckt aber auch ein rein öko­no­mi­scher Grund dahin­ter: Der Zeit­punkt der EU-Plas­tik­steu­er deckt sich mit dem Müll-Import­stopp sei­tens Chi­na. Euro­pa muss plötz­lich mit sei­nem eige­nen Müll­berg kämp­fen (oder neue Müll-Rou­ten finden).

Um die Bil­der von ver­en­de­ten Walen mit Ton­nen von Plas­tik im Magen tat­säch­lich bekämp­fen zu kön­nen, müss­te die Steu­er aber deut­lich aus­ge­wei­tet wer­den! Denn Plas­tik­tel­ler und Wat­te­stäb­chen machen nur einen win­zig klei­nen Anteil am gesam­ten Plas­tik­müll aus. Was ist mit 300.000 Ton­nen Sty­ro­por, die jedes Jahr allei­ne in Euro­pa zu Ein­weg-Sty­ro­por­ver­pa­ckun­gen ver­ar­bei­tet wer­den? Um sich das Bild vor­zu­stel­len: Jedes Jahr könn­ten wir damit den Groß­raum Mün­chen unter einem 150 m hohen Berg an Sty­ro­por ver­ste­cken. Jedes Jahr aufs Neue! Von Mün­chen wür­de man nur noch die Spit­ze des Olym­pia­turms sehen. Aber die EU beschäf­tigt sich mit Wat­te­stäb­chen. Wo bleibt der Impact?

Letzt­end­lich beschleu­nigt die Dis­kus­si­on um eine Steu­er nur den Trend: Die Zei­ten von Plas­tik­de­sign, Plas­tik­spiel­zeug, Plas­tik­ver­pa­ckun­gen, Plas­tik­mö­beln, sind vorbei.

Der Stroh­halm wie­der aus Stroh? Warum nicht? Gibt es im Übri­gen! Wir von Land­pack wer­keln wei­ter für eine sau­be­re­re Umwelt!

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