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Green – oder Greenwashing? Landpack beim Workshop der Industrie- und Handelskammer (IHK)

21.08.2018 | by Patricia Eschenlohr
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Was sind eigentlich ressourceneffiziente und nachhaltige Verpackungen? Um über genau dieses Thema zu diskutieren, setzte die IHK Vertreter verschiedenster Branchen an einen Tisch. Darunter neben Landpack u.a. Vertreter von Technologie-Konzernen, Lebensmittelunternehmen, der Abfallwirtschaft, Produktdesigner für nachhaltige Verpackungen sowie Forscher und Berater im Bereich Biokunststoffe. Grundlage des Workshops sind vor allem die neuen, ambitionierten Gesetzesvorlagen auf Bundes- sowie EU-Ebene, die Hersteller, Händler und Verbraucher vor neue Herausforderungen stellen.

Es fand ein reger Austausch zwischen den Teilnehmern statt – verschiedenste Perspektiven trafen aufeinander. Besonders interessant gestaltete sich die Frage: Was ist eine wirklich nachhaltige Verpackungslösung, wenn tatsächlich der Produktkreislauf von Rohstoff, Primärenergiebedarf der Produktion bis hin zur Entsorgung betrachtet wird?

Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: Mehr Transparenz, Diskussion und Aufklärung in den verschiedenen Bereichen ist notwendig, um als Händler und Hersteller die richtigen Entscheidungen für nachhaltige Verpackungen treffen zu können.

 

Gesetzesvorhaben kurz & knapp:

EU Circular Economy Package: Verringerung Deponierung (max. 5% Siedlungsabfälle bis 2030), Reduzierung Lebensmittelabfälle, höhere Recyclingquoten für Siedlungsabfälle, neue Berechnungen für Recyclingquoten.

Europäische Strategie für Kunststoffe: Alle auf EU-Markt in Verkehr gebrachten Kunststoffverpackungen müssen wiederverwendbar oder kosteneffizient recycelt werden, Hälfte der in Europa entstehenden Kunststoffabfälle werden recycelt, Trenn-und Recyclingkapazitäten werden gegenüber 2015 vervierfacht, Ausfuhr schlecht sortierter Kunststoffabfälle wird schrittweise eingestellt.

Vorgaben u.a. an: Produktdesign, Einsatz von Mikroplastik, Beschränkungen für Einwegkunststoffe, Ausbau von Rücknahme- und Pfandsystemen, Qualitätsstandards für getrennte/recycelte Kunststoffabfälle (mit Industrie) etc.

EU Vorschlag Richtlinie: Single Use Plastic (Mai 2019): Mitgliedsstaaten verbieten das Inverkehrbringen von Wattestäbchen, Trinkhalmen, Besteck, Teller, Rührstäbchen, Essstäbchen, Luftballonstäbe. Außerdem weitere Produktanforderungen, Kennzeichnungspflichten, Zielwerten etc. für Take-away, Tüten, Folien etc.

Deutsches Verpackungsgesetz – ab 01.01.2019: Registrierung aller Unternehmen die Verpackungen auf den Markt bringen bei der Zentralen Stelle für Verpackungen, Ziel: Höhere Recyclingquoten. Duale Systeme müssen Anreize schaffen um Materialien/Materialkombinationen zu fördern, die mit einem hohen Prozentsatz recycelt werden können.

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Author Patricia Eschenlohr

Patricia Eschenlohr

Co-Founder, CMO

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