Wir haben nachgefragt bei Frank Juice– dem Münchner Saftkuren Hersteller mit Säften in allen Farbtönen.

Frank Juice steht für eine gesun­de und aus­ge­wo­ge­ne Lebens­wei­se. Das jun­ge Unter­neh­men aus Mün­chen mit glei­chem Grün­dungs­da­tum wie wir selbst hilft gesund­heits­be­wuss­ten Kon­su­men­ten mit Saft­ku­ren, Fas­ten­pro­gram­men und wei­te­ren Detox Pro­duk­ten ihre Ernäh­rung umzu­stel­len. Bei den ange­sag­ten Kurz­zeit­fas­ten­pro­gram­men wer­den täg­lich sechs ver­schie­de­ne, kalt­ge­press­te Säf­te aus Obst und Gemü­se zu sich genom­men. Sonst nur viel Was­ser, Tee und viel­leicht eine Sup­pe. Wir haben es selbst schon mehr­fach aus­pro­biert. Der rei­ni­gen­de Effekt auf den Kör­per ist fas­zi­nie­rend. Seit meh­re­ren Jah­ren wer­den Frank Juice Pro­duk­te sicher und nach­hal­tig gekühlt in unse­rer Land­box Stroh ver­schickt. Nach der Plätz­chen- und Leb­ku­chen-Zeit ist das Früh­jahr die klas­si­sche Detox-Sai­son. Zeit nachzufragen.

Fra­gen an Dani­el Andreo­li und Kor­bi­ni­an Gerstl.

  • Frank Juice Säf­te wer­den kalt gepresst und sind vegan. Was hat es damit auf sich?
  • Da wir für unse­re Säf­te aus­schließ­lich fri­sches Obst und Gemü­se ver­wen­den, die manch­mal mit Gewür­zen, wie z.B. Zimt abge­run­det wer­den, sind sie auf natür­li­che Wei­se vegan.
    Die Kalt­pres­sung ist eine beson­ders scho­nen­de Metho­de den Saft aus der Frucht oder dem Gemü­se zu extra­hie­ren. Man kann sich das wie beim Oli­ven­öl vor­stel­len. Die­se Metho­de hilft uns bes­ser den ursprüng­li­chen Geschmack und den Nähr­stoff­ge­halt zu erhalten.
    Unse­re Säf­te wer­den mit dem inno­va­ti­ven HPP-Ver­fah­ren halt­bar gemacht. “HPP” steht hier­bei für “High Pres­su­re Pro­ces­sing”. Das bedeu­tet, dass unse­re Säf­te als Bestand­teil unse­rer Saft­ku­ren nicht mit­tels Hit­ze, son­dern mit­tels Hoch­druck halt­bar gemacht wer­den. Das Pro­dukt wird dabei unter einem sehr hohen Druck in die Fla­sche gepresst. Dadurch wer­den Mikro­or­ga­nis­men inak­ti­viert, jedoch hit­ze­emp­find­li­che Vit­ami­ne und Mine­ral­stof­fe größt­mög­lich erhalten.
  • Euer 5:2 Inter­vall­fas­ten-Pro­gramm ent­hält auch einen schwar­zen Shot, der Aktiv­koh­le ent­hält. Wie kann man sich den Geschmack von einem Aktiv­koh­le-Shot vorstellen?
  • Wir nen­nen den Black Shot intern auch „den Mil­den“, da er im Ver­gleich zu den ande­ren Shots einen nied­ri­ge­ren Ing­wer-Anteil hat. Also per­fekt für die, die es ger­ne weni­ger scharf haben. Aktiv­koh­le kann man sich wie ein Schwamm vor­stel­len: durch ihre enor­me Ober­flä­che kann die Aktiv­koh­le gro­ße Men­gen von Stoff­wech­sel­pro­duk­te an sich bin­den. Im Geschmack ist die Aktiv­koh­le eigent­lich neutral.
  • Beim Inter­vall­fas­ten unter­schie­det ihr zwi­schen Pro­gram­men für Frau­en und Män­ner. Sind die Men­gen im Frau­en Pro­gramm weni­ger oder gibt es wei­te­re Unterschiede?
  • Der Schwer­punkt bei der Unter­schei­dung zwi­schen Mann und Frau inner­halb unse­res 5:2 Pro­gram­mes liegt tat­säch­lich bei dem Ener­gie­ge­halt. Män­ner sind durch­schnitt­lich grö­ßer und schwe­rer, ver­brau­chen mehr Ener­gie über den Tag ver­teilt und kön­nen daher auch wäh­rend dem Fas­ten mehr Ener­gie zu sich neh­men. Wir haben dar­auf geach­tet, die­se Ener­gie in Form von pflanz­li­chen Pro­te­inen und kom­ple­xen Koh­len­hy­dra­ten zu integrieren.
  • Ihr habt euch dazu ent­schei­den rPET-Fla­schen statt Fla­schen aus Glas zu ver­wen­den, da das Her­stel­lungs­ver­fah­ren nicht mit Glas funk­tio­niert. Wie ste­hen eure Kun­den bezüg­lich des Nach­hal­tig­keits­aspekt dazu?
  • Unse­ren Kun­den ist Nach­hal­tig­keit beson­ders wich­tig. Uns auch, und daher haben wir uns bereits vor der offi­zi­el­len Ein­füh­rung der Pfand­pflicht auf Saft­pro­duk­te dazu ent­schlos­sen uns dem DPG-Pfand­sys­tem anzu­schlie­ßen. Das bedeu­tet, dass wir auf alle unse­re 330ml Plas­tik-Ver­pa­ckun­gen ein Pfand in Höhe von 0,25€ erhe­ben. Die lee­ren Fla­schen kön­nen an den rund 40.000 Rück­nah­me­au­to­ma­ten oder beim Geträn­ke­händ­ler abge­ge­ben wer­den und das Pfand wird dann wie­der aus­be­zahlt. Durch die Ein­füh­rung der Pfand­ab­ga­be kön­nen wir einen akti­ven Bei­trag zur CO2-Ein­spa­rung, zur Ener­gie­ef­fi­zi­enz und zum Res­sour­cen­schutz bei­tra­gen. Das DPG-Pfand­sys­tem hat sich zu einem erfolg­rei­chen Sys­tem für einen inno­va­ti­ven und res­sour­cen­scho­nen­den Wert­stoff­kreis­lauf ent­wi­ckelt und ist mit einer Rück­lauf­quo­te von bis zu 99% eines der effi­zi­en­tes­ten Sys­te­me. Aktu­ell ver­wen­den wir zudem rPET-Fla­schen. rPET (= recy­cel­tes PET) ist nichts ande­res als Mate­ri­al, dass aus gesam­mel­ten Geträn­ke­fla­schen besteht – daher recy­cel­ten PET-Fla­schen. Wir haben uns bewusst gegen alter­na­ti­ve Mate­ria­li­en wie PLA ent­schie­den, da es für die­se Stof­fe noch kei­ne getrenn­ten Recy­cling-Kreis­läu­fe gibt. Aber wir sind natür­lich noch nicht am Ende ange­kom­men: Wir hal­ten unse­re Augen und Ohren offen, um unse­re Ver­pa­ckung zu opti­mie­ren und eine leich­te­re, dün­ne­re und bes­se­re Lösung zu fin­den. Ehrlich.
  • Kön­nen Eure Fla­schen nach Rück­ga­be in einem Pfandau­to­mat nicht ein­fach gespült und neu befüllt wer­den? War­um der Schritt übers Recycling?
  • Lei­der ist dies aus hygie­ni­schen Grün­den nicht mög­lich und auch die Auf­be­rei­tung in die­ser Form wäre nicht ganz ohne Auf­wän­de möglich.
  • Nut­zen Eure Kun­den das Stroh Eurer Iso­lier­ver­pa­ckung manch­mal für ande­re Zwe­cke? Bekommt Ihr Feed­back zu Upcy­cling Verwendungen?
  • Ja! Wir bekom­men oft den Hin­weis, dass das Stroh wun­der­bar für Haus­tie­re ver­wen­det wer­den kann. Ande­re haben es für Spie­le mit den Kin­dern ver­wen­det. Das gute ist, dass wir hier mög­lichst nach­hal­tig in der Ver­pa­ckung sind und die leich­te Plas­tik-Hül­le in den nor­ma­len Müll, das Stroh dann in den Bio­müll ent­sorgt wer­den kann. Beson­ders skur­ril war aber die Ver­wen­dung des Inlays als Sitz­pols­ter für den Besuch im Stadion.
  • Macht Ihr ab und an Frank­Juice-inter­ne Saft­ku­ren Chal­len­ges? Wer hält am längs­ten durch?
  • Tat­säch­lich regel­mä­ßig. Der Impuls kommt oft direkt aus dem Team. Gera­de für neue Mitarbeiter*innen ist es super, da die­ses Erleb­nis das Gemein­schafts­ge­fühl stärkt und so gleich jede*r weiß, wie sich unser Hero-Pro­dukt „anfühlt“. Bis­her haben auch immer alle durch­ge­hal­ten und tat­säch­lich haben wir erst vor kur­zem in klei­ne­rer Run­de eine Saft­kur gemacht.
  • Ihr habt euer Pro­dukt­sor­ti­ment in den letz­ten Jah­ren deut­lich erwei­tert. Mit wel­chen Pro­duk­ten kann man zukünf­tig von euch noch rechnen? 
  • Wir arbei­ten an vie­len span­nen­den Pro­jek­ten — ihr dürft euch freu­en! Folgt am bes­ten unse­rem Insta­gram-Account, um immer auf dem neu­es­ten Stand zu blei­ben. Wir kön­nen hier lei­der nicht aus dem Näh­käst­chen plaudern.

Das Team von Land­pack sagt herz­li­chen Dank für das Gespräch!